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http://www.carl-krasberg.de/impressumCarl Krasberg: P 73 - Von Blau zu Orange zu Grau, 121 x 121 cm, 2009, Ölfarben auf kunststoffbeschichteter Platte

Im Grunde genommen braucht der Betrachter nicht zu wissen, wie die Bilder aufgebaut sind. Ich denke, ein Bild spricht für sich selbst, wenn es gut ist. Und was jeder dabei für sich herausholt, an Erkenntnissen oder an Freude oder Nicht-Freude, oder ästhetischem Vergnügen oder Langeweile, das habe ich sowieso nicht im Griff. Ich kann nur meine Arbeit tun und die tue ich mit Akribie seit Jahrzehnten.
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Dieses Pulsieren einer Bildfläche, das Vor und Zurück, das man bei Albers schon in ganz vereinfachter und reduzierter Form sieht – darum ja auch seine Genialität  – das erzeuge ich auf eine ganz andere Art.
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Strukturen bilden sich in meinen Bildern, wenn überhaupt, durch Hell – und Dunkelkontraste. Farben etwa gleicher Helligkeit oder Dunkelheit ziehen sich auf einmal zu Horizontalen oder Vertikalen zusammen und es entsteht ein Geflecht oder eine Struktur, die man vielleicht auf andere Art und Weise schaffen könnte, die sich aber hier durch Programmierung von Farben ergibt. Was dabei herauskommt, kann auch ich nicht vorhersehen.

(Carl Krasberg im Gespräch mit Studierenden des
Kunsthistorischen Instituts der Universität Osnabrück, 2011)